Landwirte erhalten für die Durchführung von besonders umweltschonenden Maßnahmen oder Bewirtschaftungsformen im Rahmen des Hessische Programm für Agrarumwelt- und Landschaftspflege-Maßnahmen (HALM) Ausgleichszahlungen für zusätzlich entstehende Kosten und Ertragsschwankungen. Finanziert wird das Programm aus Mitteln der EU, des Bundes und des Landes Hessen. Teilnehmende Landwirte schließen mit dem Land Hessen einen Bewirtschaftungsvertrag für den Zeitraum von in der Regel fünf Verpflichtungsjahren (01. Januar nach Antragsstellung bis 31. Dezember des fünften Verpflichtungsjahres) ab. Für die Maßnahmen C.2, G.2 und H.2 gelten gesonderte Bestimmungen bezüglich des Verpflichtungszeitraumes.

 

Antragsformalitäten für das HALM
  • HALM-Zuwendungs-Anträge müssen bis zum 01. Oktober bei der Bewilligungsstelle des Landkreises eingereicht werden.
  • Zuwendungs- und/oder Ablehnungsbescheide ergehen bis Ende Dezember des Jahres, in dem der Antrag gestellt wurde.
  • Bis zum 15. Mai 2015 eines jeden Verpflichtungsjahres (!) muss durch den Landwirt zusätzlich ein Auszahlungsantrag gestellt werden. Falls kein Auszahlungsantrag gestellt wird, verfallen die Zuwendungsanträge.
  • Die Auszahlungsbescheide und Auszahlungen für ein Verpflichtungsjahr erfolgen im darauffolgenden Frühjahr.
  • Flächenänderungen aufgrund bestimmter HALM-Programme (z.B. Blühstreifen) müssen erst ab dem Agrarantrag des ersten Verpflichtungsjahres angezeigt werden

Die Antragsstellung wird zunächst auf der Grundlage eines Richtlinienentwurfes durchgeführt. Es kann vorkommen, dass einzelne Programme aufgrund ausgeschöpfter Fördermittel abgelehnt werden. Sollten sich während der Vertragslaufzeit Änderungen an den Förderrichtlinien ergeben, werden die Antragssteller rechtzeitig informiert.

 

Überblick Fördermaßnahmen

A. Förderung der Zusammenarbeit (Erarbeitung, Umsetzung und Begleitung von
Konzepten)

B. Ökologischer Landbau

C. Förderung besonders nachhaltiger Verfahren im Ackerbau

C.1. Vielfältige Kulturen im Ackerbau

C.2. Beibehaltung von Zwischenfrüchten über den Winter

C.3. Integration naturbetonter Strukturelemente der Feldflur

  • Einjährige oder Mehrjährige Blühstreifen/-flächen
  • Gewässer-/Erosionsschutzstreifen
  • Ackerrandstreifen
  • Ackerwildkrautflächen

D. Förderung besonders nachhaltiger Verfahren auf Dauergrünland

  • Grünlandextensivierung
  • Bodenbrüterschutz
  • Kennartennachweis

E. Förderung besonders nachhaltiger Verfahren bei Dauerkulturen

  • Erhaltung von Streuobstbeständen (Erhaltungsschnitt, Nachpflanzung)

H. Förderung des Arten- und Biotopschutzes in Agrarökosystemen

  • Naturschutzfachliche Sonderleistungen auf Grünland (NSL)
  • Arten- und Biotopschutz im Offenland


Keine Doppelförderung möglich

HALM-Anträge können nur gestellt werden, wenn eine Doppelförderung ausgeschlossen ist. So können „ökologische Vorrangflächen“ (ÖVF) für das „Greening“ nicht über das HALM gefördert werden. Auch Flächen in Wasserschutzgebieten werden nur durch HALM bezuschusst, wenn eine Doppelförderung ausgeschlossen ist bzw. der Zwischenfruchtanbau rechtlich nicht vorgeschrieben ist.

 

Weiterführende Links zum HALM

Rundbrief 7/2019 beschreibt einzelne HALM-Maßnahmen:
http://www.wrrl-kuenzell.de/images/stories/pdfs/KDP_RS_7_2019.pdf

Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz - Agrarumweltprogramm
https://umweltministerium.hessen.de/agrarumweltprogramm

HALM-Viewer

http://www.halm.hessen.de

Antragsunterlagen
http://www.wibank.de

Aktuelles

19.06.2020

Die zweite Jahreshälfte im Ackerbau steht bevor und die Planung des Zwischenfruchtanbaus sollte rechtzeitig durchgeführt werden. Lesen Sie hier wichtige Informationen zum Zwischenfruchtanbau.

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24.04.2020

Die für nächste Woche angekündigte feuchtere Witterung sollte unbedingt genutzt werden, um die nächste N-Düngung durchzuführen. Beachten Sie dabei die Düngeempfehlungen aus dem Rundschreiben. Verwenden Sie bei weit entwickelten Beständen, bei N-Mangelerscheinungen und in Gerste mit entwickelten Fahnenblatt einen schnellwirksamen Dünger wie beispielswiese KAS. Bei Winterweizen, der sich gerade im Schossbeginn befindet, kann auch ein stabilisierter Harnstoffdünger gegeben werden. Kombinieren Sie dann Schoss- und Ährengabe. Damit sinkt das Risiko dass eine Ährengabe nicht an die Pflanze kommt, sollte es wieder trocken werden.

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21.04.2020

Mais bietet durch seine gute N-Effizienz ein optimale Möglichkeit N-Überschüsse zu reduzieren. Häufig ist nur eine geringe oder gar keine mineralische Düngung erforderlich. Aktuelle Hinweise zur Maisdüngung finden Sie hier.

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05.03.2020

Aktuelle Hinweise zu Nmin-Werten im Frühjahr 2020, Vergleich von Herbst-Nmin 2019 und Frühjahrs-Nmin 2020 und zur Stickstoff-düngung finden Sie im Rundschreiben 01/2020.

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02.03.2020

Hier finden Sie die aktuellen Frühjahrs-Nmin-Werte für den WRRL-Maßnahmenraum Künzell-Dipperz und Petersberg.

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14.02.2019

Aktuelle Empfehlung: Ist eine Rindergüllegabe zu Getreide geplant, sollte sie möglichst früh als 1. Gabe ausgebracht werden. Rindergülle gibt einen Teil des enthaltenen Stickstoffs nur langsam frei, sodass spätere Rindergüllegaben nicht ihre volle Wirksamkeit entfalten. Eine Stabilisierung (Nitrifikationshemmer) der Gülle ist beim Einsatz in Getreide nicht zu nötig. 

Führen Sie unbedingt eine Schwefeldüngung durch. Der in organischen Düngern enthaltene Schwefel ist nicht ausreichend!

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01.11.2019

Am 19.11.2019 werden wir eine Feldbegehung zum Thema Erosionsschutz und effiziente N-Düngung bei Dietershausen veranstalten. Weitere Informationen finden Sie hier.

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09.09.2019

Die Bundesregierung hat der EU-Kommission u.a. in Aussicht gestellt, dass Flächen, für die Düngebeschränkungen vorliegen, zukünftig nicht zur Berechnung 170 kg N-Grenze herangezogen werden können. Dies würde dann auch Grünland betreffen für das die HALM-Maßnahme D.1 Grünlandextensivierung abgeschlossen wird. Landwirte mit einem hohen Aufkommen an organischer Düngung sollten dies beachten! Denn auch wenn die Änderung der DüVO noch nicht beschlossen ist, die HALM-Verpflichtung wird für 5 Jahre eingegangen.

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06.09.2019

Das Trinkwasserschutz-gebiet Halsbach, das teilweise im Maßnahmenraum liegt, ist als gefährdetes Gebiet nach § 13 der Düngeverordnung eingestuft worden. Das bedeutet: Vor Ausbringung von Wirtschaftsdünger muss eine Analyse des Düngers vorliegen, der Abstand zu Gewässern bei organischer und org.-mineralischer Dünger-ausbringung ist auf 5 m erhöht und der Nährtsoff-vergleich darf 40 kg N/ha nicht überschreiten. Weitere Infos hier.

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28.08.2019

Die HALM-Antragsfrist für die Förderperiode 2020 bis 2024 endet am 01.10.2019. Weitere Infos zu den geförderten Maßnahmen finden Sie hier

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02.08.2019

Am Dienstag, den 13.08.2019 findet in Fulda-Oberrode eine Maschinenvorführung zum Thema "Stoppelbearbeitung – flach wenden oder mischen?" statt. Alle Interessierte sind herzlich eingeladen. Eine Anfahrtsskizze finden Sie hier.

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03.07.2019

Aktuelle Hinweise zum Nachernte-Maßnahmen auf dem Acker finden Sie im Rundschreiben 06/2019.

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23.05.2019

Aktuelle Hinweise zur Abschlussgabe im Winterweizen finden Sie im Rundschreiben 05/2019. 

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16.04.2019

Aktuelle Themen sind:
- Nmin-Werte zu Mais und
  Düngeempfehlung 2019
- Wirtschaftsdünger zu 
  Mais
- Untersaaten

Weitere Infos finden Sie im Rundbrief 03/2019

 

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14.03.2019

Aktuelle Themen sind:
- Nmin-Werte im Frühjahr 
  2019
- Vergleich Herbst-Nmin 
  2018 und Frühjahrs-Nmin
  2019
- Stickstoffdüngung 2019

Weitere Infos finden Sie im Rundbrief 02/2019

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11.03.2019

Die Frühjahrs-Nmin-Werte für den Maßnahmenraum stehen jetzt hier zur Verfügung.

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18.09.2018

Die Aussaat von Winter-getreide sollte nicht zu früh erfolgen. Die Winterweizensaat kann auch noch im Oktober erfolgen.
Vorteil: Die ankündigten geringen Niederschlags-mengen reichen für die Keimung von Ackerfuchs-schwanz aus, der dann bei späten Aussaaten besser mechanisch bekämpfbar ist. Späte Saatbettbereitung reduziert außerdem die herbstliche N-Mineralisation und damit Stickstoffverluste.