Um unterschiedliche Anbauverfahren auf die Auswirkungen für das Grundwasser oder im Hinblick auf die Erosionsanfälligkeit zu bewerten, werden Demonstrationsflächen angelegt und begleitet. Mit einfachen Streifenversuchen kann z. B. das Potenzial der natürlichen Bodenfruchtbarkeit demonstriert, stickstoffextensive Kulturen bzw. Fruchtfolgen vorgestellt, aber auch Effekte der integrierten Produktion (verminderter Pestizideinsatz oder Erosionsschutz) demonstriert werden. Dadurch wird die Akzeptanz erhöht, und der Besuch solcher Demonstrationsflächen erlaubt eine aktive Diskussion und ggf. auch Weiterentwicklung von grundwasserschutzorientierten Maßnahmen.

Im Folgenden werden die im Maßnahmenraum angelegten Demonstrationsversuche kurz beschrieben, nach der Auswertung der Versuche wird diese Seite aktualisiert.

2019

In 2019 wurden Demonstrationsflächen bezüglich Grasuntersaat in Silomais angelegt.

Trotz Trockenheit hat sich das Gras (hier Rotschwingel) gut entwickelt (Aufnahme vom 04.09.2019):

Untersaaten dienen der Konservierung überschüssigen Stickstoffs nach der Ernte von Silomais. Außerdem kann sie als Zwischenfrucht genutzt werden, wenn im folgenden Jahr eine weitere Sommerung geplant ist. Dann verhindern Untersaaten Nitratauswaschungen in das Grundwasser sowie Bodenerosion bei Starkregen. Die Erosion wird daurch verringert, dass die Regentropfen nicht auf die nackte Erde prallen und der Wasserabfluss gebremst wird.

Bei ausreichenden Niederschlägen kann eine Untersaat noch einen Futterschnitt bringen. Wird dies angestrebt, sollten die Maisstoppeln nach der Ente gemulcht werden, damit sie nicht in das Futter gelangen.

Rotschwingel wird kurz vor der Maissaat in den Acker gesät, weil er eine langsame Jugendwentsicklung hat. Weidelgras dagegen wird erst ausgesät, wenn der Mais eine Wuchshöhe von 60-70 cm aufweist. Dies stellt spezielle Anfoderungen an die Technik, da sich Gräser nicht gleichmäßig mit dem Schleuder- oder Schneckenkornstreuer verteilen lassen, sodass ein Pneumatikstreuer vorhanden sein sollte. Es ist auch möglich Weidelgras zu diesem Zeitpunkt mit der Gülle über Schleppschläuche auszubringen. Da die Gülle im Maßnahmenraum jedoch meist zur Maissaat ausgebracht wird und Pneumatikstreuer nicht verbreitet sind, ist Rotschwingel die beste Wahl für eine erfoilgreiche Maisuntersaat.

Die frühe Aussaat des Rotschwingels bietet den weiteren Vorteil, dass in der Regel genügend Feuchtigkeit für einen gleichmäßigen Feldaufgang vorhanden ist. Der Feldaufgang von Weidelgras ist bei Frühsommertrockenheit gefährdet.

Rotschwingel-Untersaat im Juni 2019...