Bodenbearbeitung

Die Art der Bodenbearbeitung hat einen direkten Einfluss auf den Boden- und Gewässerschutz. Mithin lässt sich die Erosions- neigung eines Ackerstandorts und die Höhe der Mineralisation von Stickstoff beeinflussen.
- Die vorhandenen
  Ernterückstände
der Vorfrucht
  und/oder
Zwischenfrucht-
  bestände werden
oberflächen-
  nah in den Boden
eingearbeitet
  oder verbleiben als
Mulchschicht auf der Bodenoberfläche. Ziel ist eine
  möglichst
ganzjährige Bodenbedeckung über einem intakten Bodengefüge als
  vorbeugender Schutz des Bodens gegen Wasser- und Winderosion,
  Verschlämmung und Verkrustung.

- Durch eine reduzierte Bodenbearbeitung nach der Ernte der Hauptfrucht
  werden die Mineralisierungsbedingungen
nicht unnötig unterstützt.
  Die herbstliche Anreicherung von Nitrat wird
dadurch gebremst!

- Die Bearbeitungsintensität wird reduziert und der Boden nur noch bei Bedarf mit
  nicht wendenden
Geräten gelockert. Ziel ist es, ein stabiles, gut befahrbares
  Bodengefüge mit hoher
Tragkraft, besserer Regenwasserinfiltration und
  besserem „Durchhaltevermögen“ in Trockenperioden
zu erzielen.

Abzuwarten bleibt, ob im Maßnahmenraum ab 2015 infolge des Greening und HALM-Programms vermehrt Leguminosen angebaut werden. Vor allem nach Leguminosen ist eine reduzierte Bodenbearbeitung von Bedeutung, um die Mineralisation des gebundenen Stickstoffs so gering wie möglich zu halten. Ziel muss sein, dass der durch Leguminosen fixierte Stickstoff über Winter möglichst nicht verlagert wird und der Folgekultur zur Verfügung steht. Denkbar ist hier ein dem Raps-Nachernte-Management ähnliches Leguminosen-Nachernte-Management. Dies bedeutet, dass die Bodenbearbeitung nach der Ernte verzögert wird und erst kurz vor der Saat der Folgekultur stattfindet.

Aktuelles

01.11.2019

Am 19.11.2019 werden wir eine Feldbegehung zum Thema Erosionsschutz und effiziente N-Düngung bei Dietershausen veranstalten. Weitere Informationen finden Sie hier.

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09.09.2019

Die Bundesregierung hat der EU-Kommission u.a. in Aussicht gestellt, dass Flächen, für die Düngebeschränkungen vorliegen, zukünftig nicht zur Berechnung 170 kg N-Grenze herangezogen werden können. Dies würde dann auch Grünland betreffen für das die HALM-Maßnahme D.1 Grünlandextensivierung abgeschlossen wird. Landwirte mit einem hohen Aufkommen an organischer Düngung sollten dies beachten! Denn auch wenn die Änderung der DüVO noch nicht beschlossen ist, die HALM-Verpflichtung wird für 5 Jahre eingegangen.

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06.09.2019

Das Trinkwasserschutz-gebiet Halsbach, das teilweise im Maßnahmenraum liegt, ist als gefährdetes Gebiet nach § 13 der Düngeverordnung eingestuft worden. Das bedeutet: Vor Ausbringung von Wirtschaftsdünger muss eine Analyse des Düngers vorliegen, der Abstand zu Gewässern bei organischer und org.-mineralischer Dünger-ausbringung ist auf 5 m erhöht und der Nährtsoff-vergleich darf 40 kg N/ha nicht überschreiten. Weitere Infos hier.

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28.08.2019

Die HALM-Antragsfrist für die Förderperiode 2020 bis 2024 endet am 01.10.2019. Weitere Infos zu den geförderten Maßnahmen finden Sie hier

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02.08.2019

Am Dienstag, den 13.08.2019 findet in Fulda-Oberrode eine Maschinenvorführung zum Thema "Stoppelbearbeitung – flach wenden oder mischen?" statt. Alle Interessierte sind herzlich eingeladen. Eine Anfahrtsskizze finden Sie hier.

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03.07.2019

Aktuelle Hinweise zum Nachernte-Maßnahmen auf dem Acker finden Sie im Rundschreiben 06/2019.

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23.05.2019

Aktuelle Hinweise zur Abschlussgabe im Winterweizen finden Sie im Rundschreiben 05/2019. 

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16.04.2019

Aktuelle Themen sind:
- Nmin-Werte zu Mais und
  Düngeempfehlung 2019
- Wirtschaftsdünger zu 
  Mais
- Untersaaten

Weitere Infos finden Sie im Rundbrief 03/2019

 

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14.03.2019

Aktuelle Themen sind:
- Nmin-Werte im Frühjahr 
  2019
- Vergleich Herbst-Nmin 
  2018 und Frühjahrs-Nmin
  2019
- Stickstoffdüngung 2019

Weitere Infos finden Sie im Rundbrief 02/2019

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11.03.2019

Die Frühjahrs-Nmin-Werte für den Maßnahmenraum stehen jetzt hier zur Verfügung.

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18.09.2018

Die Aussaat von Winter-getreide sollte nicht zu früh erfolgen. Die Winterweizensaat kann auch noch im Oktober erfolgen.
Vorteil: Die ankündigten geringen Niederschlags-mengen reichen für die Keimung von Ackerfuchs-schwanz aus, der dann bei späten Aussaaten besser mechanisch bekämpfbar ist. Späte Saatbettbereitung reduziert außerdem die herbstliche N-Mineralisation und damit Stickstoffverluste.